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  • AutorenbildNatascha Fouquet

So geht Wirtschaft!

Aktualisiert: 14. Feb.

18 Schüler*innen des Gymnasiums Oedeme schlüpften im Rahmen eines Management Information Games in die Unternehmerrolle.


Pressemeldung für den Arbeitgeberverband Lüneburg-Nordostniedersachsen e.V.



Schule braucht Praxis - und wie dies in betriebswirtschaftlicher Hinsicht gelingen kann, zeigten kürzlich 18 Schüler*innen der Jahrgansstufe zwölf des Gymnasiums Oedeme. Mit ihrer Teilnahme an einem so genannten Management Information Game (MIG) - ein computerbasiertes Unternehmens-Planspiel - tauschten sie die Schulbank gegen die Rolle des Aufsichtsrates dreier konkurrierender Unternehmen. Fünf intensive Tage lang wurden die Räume des Gastgebers Avacon zur Ideenschmiede. Im Zentrum stand ein fiktives Produkt, das im Zeitalter des digitalen Wandels durchaus das Potenzial zum „Must-have“ hätte: Ein intelligentes Ordnersystem, das Dokumente selbständig digitalisiert und abheftet bzw. mittels eines digitalen Verzeichnisses sinnvoll katalogisiert. Und dann ging es auch schon los.

Es galt, Produktions- und Vertriebskosten zu kalkulieren, Konkurrenzanalysen durchzuführen und Marketingstrategien zu entwickeln.

Es galt, Produktions- und Vertriebskosten zu kalkulieren, Konkurrenzanalysen durchzuführen und Marketingstrategien zu entwickeln. Unterstützung erhielten die Zwölftklässler von Referent*innen aus der lokalen Wirtschaft: der Roy Robson Fashion GmbH, die als Sponsor zugleich die Kosten für die Spiellizenz übernahm, der Sparkasse Lüneburg, der Leuphana Universität, der KWHC GmbH sowie der Avacon. Durch alle Stadien des Spiels begleitete Spielleiter Manfred Kussatz vom Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft die Gymnasiasten. Immer wieder erhält er die Rückmeldung, wie sehr diese von dem fünftägigen „Wirtschafts-Crash-Kurs“ profitierten. „Hier kann man nicht nur praxisnah testen, ob einem das unternehmerische Handeln liegt, ob man Teamplayer ist oder sich in der Führungsetage behaupten kann. Meist werden bei den Planspielen auch schon verbindliche Kontakte zu ausbildenden Betrieben geknüpft."

Ein halbes Jahr haben sich die Schüler in ihrem Seminarfach „Jugend und Wirtschaft“ auf das Planspiel vorbereitet. Fachlehrerin Uta Würdemann fördert die Teilnahme ihrer Klassen an Management Information Games bereits seit 14 Jahren. Teamfähigkeit und Selbständigkeit in der Praxis zu vermitteln, ist der Pädagogin ein wichtiges Anliegen. Wie das Gymnasium in Oedeme nehmen mittlerweile zahlreichen weitere Schulen aus Lüneburg und dem Landkreis Jahr für Jahr an den MIG’s teil, weiß auch Renate Peters, Bereichsleiterin des Netzwerkes SCHULEWIRTSCHAFT beim Arbeitgeberverband Lüneburg-Nordostniedersachsen e.V. Als Initiatorin unterstützt sie Schulen bei der Sponsorensuche, nimmt Kontakt zu Unternehmen auf, die als Gastgeber ihre Räume zur Verfügung stellen.

An Tag fünf präsentieren die drei Teams ihre Ergebnisse einem Fachpublikum aus Schule und Wirtschaft.

An Tag fünf steht den Gymnasiasten schließlich das große Finale bevor: Präsentiert wurden die Ergebnisse vor Vertreter*innen aus Schule und Wirtschaft, die die Jungunternehmer mit kritischen Fragen aus der Reserve zu locken versuchte. Diese überzeugten jedoch souverän mit stichhaltigen Agumenten. Die größte Hürde? „Das Zeitmanagement!“, war sich am Ende das Schüler-Team um Finn Fröbel einig. Als man nur wenige Stunden vor dem Präsentationstermin noch einmal Vollgas geben musste, um Lücken im Produktionsprozess zu schließen und die prognostizierte Gewinnspanne zu diskutieren, war es mit der Ruhe vorbei. Diese stellte sich jedoch schnell wieder ein, als es selbst von gestandenen Wirtschaftsprofis Lob für alle 18 Beteiligten regnete. Chapeau!



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