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  • AutorenbildNatascha Fouquet

Ausbildungsnachwuchs „hausgemacht“

Aktualisiert: 14. Feb.


Wie aus der ‚Mangelware Lehrling‘ Azubis mit Perspektiven werden: Mit Kooperationsmodellen schließt der Arbeitskreis SCHULEWIRTSCHAFT die Kluft zwischen Schulen und Unternehmen.


Pressemeldung für den Arbeitgeberverband Lüneburg-Nordostniedersachsen e.V.



Null Bock auf Lehre? Meike Bergmann bildet in ihren drei Edeka-Märkten 40 Azubis zu Einzelhandelskauffrauen und -männern aus; bei 200 Mitarbeitern eine stolze Zahl! Auch die Salzhausener Maschinenbautechnik, kurz Salmatec, kann über einen Mangel an Ausbildungsnachwuchs nicht klagen. Ist die „Mangelware Lehrling“ also eine Mähr? Keineswegs. Die Mehrheit der Schulabsolventen entscheidet sich heute für die universitäre Laufbahn, für viele nach wie vor das vermeintlich sichere Sprungbrett auf der Karriereleiter. Weitaus schlechter kommt dabei die betriebliche Ausbildung weg. Knapp 1,1 Millionen Arbeitsstellen blieben von April bis Juni 2017 laut Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung in Deutschland unbesetzt. In unzähligen Branchen hinterlässt der fehlende Ausbildungsnachwuchs bereits empfindliche Lücken. Höchste Zeit also für eine Imagekorrektur!


„Die Mehrheit der Schulabsolventen entscheidet sich für die universitäre Laufbahn. Weitaus schlechter kommt dabei die betriebliche Ausbildung weg. Zeit für eine Imagekorrektur.”

Wie diese gelingen kann, zeigt der Arbeitskreis SCHULEWIRTSCHAFT des Arbeitgeberverbandes Lüneburg – Nordostniedersachsen e.V., dessen Ziel es ist, Berührungspunkte zwischen Wirtschaft und Schulen herzustellen. Er zeigt Möglichkeiten der Zusammenarbeit auf, unterstützt begleitend und vermittelnd bei der Kontaktaufnahme und der Entwicklung von Kooperationskonzepten. Rund 100 Schulen und Unternehmen aus dem Kreis Lüneburg sind auf diese Weise bereits zu aktiven Partnern geworden.



Mit Berufsorientierung gegen den Fachkräftemangel


Wer Ausbildungsnachwuchs sucht, wer aktiv den Imagewandel des Lehrberufs vorantreiben will, muss heute Präsenz zeigen - auf Jobmessen oder eben im Rahmen von Kooperationen. „Erkennen Schulen wie Unternehmen den Mehrwert der Zusammenarbeit, profitieren alle Beteiligten“, ist sich Renate Peters, Bereichsleiterin des Arbeitskreises SCHULEWIRTSCHAFT sicher. Der derzeitige Stand unbesetzter Ausbildungsplätze macht die Brisanz des Themas deutlich. Ohne aktives Gegensteuern droht der deutschen Wirtschaft eine Fachkräftelücke, die nicht mehr so leicht zu füllen ist. Reagiert hat daher auch die Landesschulbehörde. Elke Oppermann, Lüneburger Dezernentin, sowie ihre Kollegen in Hannover, Osnabrück und Braunschweig sind zuständig für den Bereich Berufsorientierung und steuern die Fachberatung in den Schulen. Auch sie unterstützt Schulen auf ihrem Weg zu den geeigneten Kooperationspartnern. „Berufsorientierung soll künftig sowohl für Gymnasien wie für Gesamtschulen geboten werden“, so Oppermann. „Dies ist unser großes Thema für dieses und für die kommenden Jahre“. Ein großes Thema, das noch Mitstreiter sucht. Renate Peters möchte Unternehmen, die unsicher sind, ob sie den Anforderungen einer Kooperation personell bzw. zeitlich gewachsen sind, Mut machen. „Wir helfen jedem, sein individuelles Kooperationsmodell zu erstellen. Dies können etwa Betriebsbesichtigungen oder Praxistage im Unternehmen sein, Praktika oder auch die Mitbetreuung von Projekten in den Schulen.“

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